Aussiger Bote

Der Aussiger Bote ist die seit Dezember 1948 erscheinende Monatszeitschrift der aus ihrer Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen ehemaligen Bewohner der Stadt und des Landkreises Aussig an der Elbe in Nordböhmen.
Herausgeber war Franz Gierschik (1901-1966), der mit Freunden im Januar 1949 in München den Hilfsverein Aussig e.V., gründete und viele Jahre bis zu seinem Tod, dessen 1. Vorsitzender war.
Ziel des Vereins war, die nach dem Krieg in alle Winde zerstreuten Landsleute wieder zusammenzuführen. Das sollte vor allem durch die Einrichtung eines Suchdienstes und die Veranstaltung von Wiedersehens-zusammenkünften, den damals bekannten „Aussiger Treffen“ geschehen. Eine regelmäßig erscheinende Zeitung war ein sehr geeignetes Mittel, diesen Zielen näher zu kommen. Der Aussiger Bote war in seinen ersten Erscheinungsjahren gewissermaßen das Organ des Hilfsvereins. Deshalb ging die Herausgeberschaft später auch an den Verein über. Seine wichtigste Aufgabe war es, nach dem Krieg Suchenden eine Plattform zu geben, um Verwandte, Freunde und Bekannte wieder aufzuspüren. Er hatte bald nach seiner Gründung eine Auflage von 5000 Exemplaren. Auch für die weiteren Ziele des Vereins, der Förderung des Erhalts der Kulturgüter der sudetendeutschen Volksgruppe und ihres geschichtlichen und kulturellen Erbes, insbesondere durch Sammlung textlicher und bildlicher Darstellungen und Unterlagen, Dokumenten und Gegenständen aus der Heimat, war der Aussiger Bote nützlich. Er hat sich deshalb in der Folgezeit zu einem Forum für Nachrichten, über Heimatkunde, Heimatpflege, Geschichte, Kunst, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Folklore der alten Heimat, sowie Ereignisse aus dem Vertriebenenumfeld entwickelt. Einen nicht unwesentlichen Teil nahmen bald auch Familien- und Vereinsnachrichten ein. Der Aussiger Bote ist deshalb zu einem umfassenden Spiegelbild der Geschichte der Heimatvertriebenen aus dem Aussiger Kreis nach dem Zweiten Weltkrieg geworden.
Um das Erscheinen des Aussiger Boten auch nach der Auflösung des Hilfsvereins Aussig e.V., der seine Aufgaben erfüllt hatte, sicherzustellen, wurde 2007 der Verein „Aussiger Bote e.V., Sitz München, gegründet, dessen Aufgabe die weitere Herausgabe der Monatszeitschrift ist. Dieses Ziel ist bisher erreicht worden.

Der Bote erscheint Ende 2012 immer noch mit einer Auflage von etwa 1900 Exemplaren und ist damit bis heute ein weltweites Bindeglied der aus ihrer Heimat vertriebenen Aussiger.

Urheberrecht: Die in diesem Archivabschnitt "Aussiger Bote" veröffentlichten Inhalte und Werke unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Jede Art der Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Urhebers bzw. Autors.

 

Verantwortlich im Sinne des Presserechts für die Inhalte in diesem Archivabschnitt "Aussiger Bote" ist ausschließlich der folgende Rechteinhaber:

 

Aussiger Bote e.V.

Ansprechpartner:

 Fr. Maria Hacker  Email: aussiger-bote@t-online.de

Hochstraße 8

Telefon: 89 / 28 10 70  
81669 München  Fax: 089 / 28 60 13
 
   

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Heimatpresse